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Zwickmühle: 20 Jahre Hetero-Sex gehabt, jetzt merke ich dass ich schwul bin, fühle mich jedoch plötzlich auf 'lesbische' Weise ein wenig zu Mädchen hingezogen

geschrieben von ChrisOX 
Hey.

Ich bin 36 und gerade mitten in meinem Coming Out. Ich erlebe jeden Tag Achterbahnfahrten, stundenweise totale Euphorie, dann wieder tiefe Depression, große Lust- und Liebesgefühle, dann wieder tiefe Wut und grenzenloser Hass gegen die Gesellschaft, die religiösen Zwänge, mein Heimatdorf und meine Eltern, die es mir 20 Jahre lang unmöglich gemacht haben, meine Homosexualität zu erkennen. Ich verstehe erst jetzt, dass ich auch deswegen mein berufliches Leben ziemlich gegen die Wand gefahren habe. Ich habe seit meiner beginnenden Pubertät chronisch seelisch gelitten. Ich würde sagen ich war krank, denn ich habe die psychische Realität nicht gesehen und war total isoliert, unendlich einsam und ich dachte das geht allen Menschen so. Nach einem Nervenzusammenbruch habe ich in 5 Jahren Psychotherapie Stück für Stück die psychische Realität erkennen gelernt. Seit dem beginnenden Sommer hatte (erstmals in meinem Leben) homosexuelle Fantasien, klammerte mich lange an den Gedanken der Bisexualität, habe aber jetzt, eine Woche nach Beendigung der Therapie gemerkt, dass ich ziemlich sicher schwul bin.
Es ist ein seltsames Gefühl, da ich 20 Jahre lang mit nicht wenigen Frauen geschlafen habe, auch eine längere Beziehung geführt habe. Eine Zeitlang galt ich in meinem Freundeskreis sogar als der Typ, der immer die hübschesten Mädels abschleppt, und diese Anerkennung hat man natürlich gerne. Was meine Freunde nicht wussten, ist dass ich oft Erektions- und Orgasmusprobleme hatte und sich echte Lust meist erst einstellte, wenn ich eine Frau besser kennenlernte, ihr näher kam. Vielleicht habe ich aber auch noch niemals echte Lust erlebt, dass werde ich wohl erst wissen, wenn ich das erste Mal mit einem Mann Sex habe.

Irgendwie wirft das entdecken meiner wahren sexuellen Identität jetzt einige Probleme auf. Ich sehe mich eindeutig als Bottom, meine Partner kann mir im Bett gar nicht dominant genug sein. Diese grenzenlos scheinende Lust an der Unterwerfung bereitet mir manchmal Sorgen, ich weiß noch nicht, wie ich sie mit meinem ansonsten ziemlich aktiven Lebensstil (z.B. Sänger in einer Punkband, Organisator von Konzerten usw.) in Einklang bringen soll. Meine Lust gefickt zu werden wird im Alltag zur Angst, von spöttischen Heteros sozusagen verbal 'gefickt' zu werden.

Eine andere Schwierigkeit ist, dass es immer noch eine sozusagen bisexuelle Hingezogenheit zu Mädchen gibt, aber keine heterosexuell-bisexuelle, sondern meine weiblichen Selbstanteile fühlen sich auf bisexuell-lesbische Weise zu Mädchen hingezogen. Nur ein bisschen, aber die Anziehung ist (noch) da. Es ist das Gefühl, dieselbe sexuelle Begierde zu teilen, ich bin wie sie. Das Wissen wie geil sie Schwänze findet, die gemeinsame Lust, weil auch ich das Gefühl kenne einen Schwanz zu wollen.
Ein bisschen Gender Dysphoria ist auch dabei, manchmal bin ich tieftraurig darüber, kein Mädchen zu sein.
Es ist so, dass meine Hingezogenheit zu Mädchen eine völlig andere ist, als sie es noch vor einem Jahr war, denn ich bin Mädchen gegenüber impotent, aber trotzdem erregt. Ich habe neulich in einem Film eine sehr erotische, authentische lesbische Sexszene gesehen und mein ganzer Körper wurde von Wellen der Lust durchflutet, nur mein Penis war wie tot, als würde er gar nicht existieren. Was ich nun, denke ich, ablegen muss, ist die heteronormativ antrainierte Scham des Mannes vor Impotenz, was kompliziert ist, da einer nackten Frau gegenüber natürlich Erinnerungen an meine sexuelle Vergangenheit wachgerufen werden, die aber eine Lüge war.
Was diese Sache noch schwierig macht, ist meine internalisierte Homophobie, die man ja in einem Coming Out irgendwie ablegen muss. Wenn ein Mädchen mich will, würde ich es wie gesagt schon in Betracht ziehen, nochmal was mit einem Mädchen zu haben. Natürlich anders, aber das spielt ja keine Rolle. Ich habe genug Dildos und ich weiß wie man sie benutzt winking smiley Ich merke aber leider, dass dieser Gedanke mich dazu verleitet, meine Homosexualität zu verleugnen. Dass sozusagen wenn ich mir diese Hingezogenheit 'erlaube', ich mich in ängstlichen Momenten (die leider noch häufig sind) an eine Pseudo-Heterosexualität klammere und damit meine authentisches Selbst und meine Lust verleugne. Meine Befürchtung ist eine Verselbstständigung dieses Klammerns, ich merke, dass ich vor Sex flüchte, weil ich mir einrede, immer das zu wollen, was ich nicht haben kann. Das ist echt frustrierend. Ich würde sagen ich definiere mich als schwuler Mann, der aber ab und zu noch Sex mit Mädchen haben will, und das kommt mir gerade etwas kompliziert vor, weil sich die beiden Seiten oft blockieren, was vor allem mit meiner Angst zu tun hat. Die internalisierte Homophobie treibt mich weg von Männern, die Scham der Impotenz weg von Mädchen. Ich würde gerne diese Fluchtreaktionen verhindern, aber ich weiß noch nicht wie.
Das Komische ist: Das Flirten mit Mädchen scheitert dann, wenn ich vergesse, dass ich schwul bin. Wenn ich sozusagen versuche 'ein Mann' zu sein (was mir keine Lust bringt), statt mir bewusst zu halten, dass ich bin wie sie, dass das geile am Flirt mit einem Mädchen ja ist, dass ich das Gefühl kenne einen Schwanz zu wollen.
Es sind Reflexe, beschissene Automatismen, antrainierte (Re-)Aktionen aus 20 Jahre Selbstverleugnung unter heteronormativem Druck.
Jetzt frage ich mich, ob ich vielleicht diese Hingezogenheit zu Mädchen übergangsweise völlig ignorieren muss, um überhaupt erstmal schwulen Sex haben zu können, aber das ist ja auch nicht wirklich möglich. Wenn ich ein Mädchen sehe, das mich anzieht, kann ich das ja auch nicht leugnen. Ich fühle mich ziemlich zerrissen.

Eigentlich will ich, dass sich alles vermischt, dass sich die binären Codes völlig auflösen, nicht nur aus politischen Gründen, es ist auch geil. Trotzdem stehe ich in Punkto Frauen auf klassische Schönheit, in Punkto Männer auf Kraft und Dominanz. Das bringt mich mitunter doch in arge Zwickmühlen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Kennt jemand einen Weg, mit solchen selbstblockierenden Zwickmühlen umzugehen? Ich bin damit manchmal etwas verzweifelt und orientierungslos.

Danke.


No sexual Liberation without homosexual Liberation!
Chris
Moin,
so zum Hintergrund, ich war 14 Jahre verheiratet und habe eine Sohn.

Erst nach scheitern der Ehe ist mir klar geworden (mit 48) das ich schon immer Schwul bin.
Hab über ein Jahr gebraucht für das innere Coming Out. Das mit dem gefühlmäßigen Achterbahnfahren hatte ich ständig. EIn Tag war es ganz klar (Du bist schwul). Am nächsten Tag dann wieder starke Zweifel (Nee so wie man die Schwulen z.B. im TV sieht, nee so bist du nicht). Dabei geholfen aus diesem Kreislauf raus zu kommen und letztlich zum Schwulsein zu stehen, da hat mir diese Plattform.
Den Ausschlag für die Gewissheit schwul zu sein hat dann die Teilnahme an einem Usertreffen 2006 in Mannheim gebracht. Allein die Erkenntniss, das sind ja alles ganz normale Männer war sehr sehr heilsam.

Natürlich hatte ich in der Ehe Sex mit meiner Ehefrau. Ich wollte das auch, den ich wollte Kinder.
Aber so richtig Spass hat der Sex nicht gemacht. Aber in Ermangelung von anderen Erfahrungen dachte ich das das mit dem Sex so sein müsse.

Was richtiger geiler Sex ist, hab ich erst nach meinem Coming Out erlebt.
Inzwischen lebe ich schon über 11 Jahre mit einem Mann zusammen.

Was ich ablehne und für falsch halte ist, das jeder in eine Schublade gesteckt werden muss.
Wichtiger ist das man den Menschen lieben kann der die eigen Gefühle anspricht unabhängig vom Geschlecht.

Also steh zu Dir selber und liebe die Menschen. Und wenn Dir DER oder DIE über den Weg läuft, wo du Liebe spürst. Halte ihn fest und versuch eine Beziehung auf zu bauen.

Die Sache mit dem Sex: Probier es einfach mal aus, auf den "Blauen Seiten" findest du dafür garantiert die richtigen Partner. Vielleicht hast du dann ja ähnliche Erfahrungen, wie ich. Über die Sache mit der Impotenz würde ich mir keine großen Gedanken machen. *lach* Ich brauch einen anderen Schwanz um geil und groß zu werden........
Im Zweifelsfall gibt es ja auch noch so Blaue Pillen, die auch wunder wirken. Dein Urologe verschreibt sie Dir ganz bestimmt.

Ganz wichtig: Wir (Schwule) sind nicht allein, wir sind viele !!!!

LG
Fred
Hallo Fred,

erstmal vielen Dank für deine Antwort, hab mich in einigem wiedergefunden. Aber um ehrlich zu sein, dass das "alles ganz normale Männer" sind ist eine meiner größten Ängste. Ich hätte lieber einen Haufen Freaks! Ich bin seit ich 17 bin Anarchist und mein Lebensgefühl ist es, im Krieg mit dem bestehenden zu sein. Das ist meine Weltsicht und ich finde, mein Schwulsein passt ziemlich gut dazu, dass ich mich eigentlich schon mein ganzes Leben lang als Außenseiter fühle. Ich wollte nie Kinder, ich wollte niemals heiraten, ich habe auch nie daran geglaubt, mit irgendjemandem ein Leben lang zusammen zu bleiben. Ich habe ein bisschen Angst davor, in der Schwulenszene (zu vielen) Leuten zu begegnen, die konservativer als meine Eltern sind. Leute, mit denen ich nichts gemeinsam habe, außer meiner Sexualität. Die Angst, sich inmitten der "vielen" dann doch wieder allein zu fühlen. In den Augenblicken, in denen ich mich mit meinem Schwulsein hundert Prozent wohl fühle, fühlt es sich nach Abenteuer und Revolution an. Ich weiß, das klingt naiv, aber ich denke ich weiß wovon ich spreche.
In den letzten Monaten bin ich auf zwei Zitate gestoßen, die ich absolut unterschreiben würde. Das eine ist vom schwulen Filmemacher Bruce Labruce. Er versucht nicht um Akzeptanz zu betteln, sondern bezieht radikale Opposition. Er hat in einem Interview gesagt: "Homosexuality is a crime. Embrace the criminality!"
Das andere war von einer amerikanischen Kabarettistin, deren Namen ich leider vergessen habe. Sie sagte: "Being gay is not enough! Being queer means having gone through a period of isolation and despair, that marks you as an outsider forever!" Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Ich hatte mein Leben lang immer wieder Depressionen und Angstzustände und jetzt plötzlich macht alles Sinn. Ich glaube ich weiß jetzt wofür ich gelitten habe.

Zum anderen muss ich sagen: Doch, mir hat der Sex mit vielen Frauen wirklich Spaß gemacht. Bei One Night Stands gab es öfters Probleme, aber meine Affären und Beziehungen waren innerhalb meines damaligen Horizonts meistens echt befriedigend. Und genau das ist jetzt das Verwirrende. Ich frage mich immer wieder: ich bin doch schwul, wie konnte ich denn all diese Frauen begehren? Natürlich ist die anale Lust, die ich jetzt erlebe, eine ganz andere Dimension, ein neues Level, eine andere Liga.


Eine andere Sache ist noch, dass ein Teil meines Coming Outs mit Gender Dysphoria zu tun hat. Das ist nicht der Hauptteil, aber es spielt doch eine Rolle. Es gibt Augenblicke, da bin ich tieftraurig darüber, kein Mädchen zu sein. Obwohl mein Lebensgefühl irgendwie schwul ist, ich Männer attraktiv finde, ich mich im Alltagsleben als Mann oder zumindest als Junge fühle, bin ich in meinen sexuellen Fantasien meistens ein geiles Mädchen.
Ich weiß, Schubladendenken ist Quatsch, es ist mir eigentlich völlig egal ob ich schwul, trans, bi, hetero oder sonstwas bin. Aber genau das ist doch bei einem Coming Out das Verwirrende, oder nicht? Zumindest bei meinem ist es das. Das Gefühl zu schwimmen. Alles ist möglich, nichts ist sicher.
Der Startschuss meines Coming Outs war, dass ich mich in ein Mädchen verliebt habe, sie aber nicht begehren konnte. Gleichzeitig waren die Liebesgefühle überwältigend, von einer Qualität wie ich sie noch nicht kannte. Ich habe dann den vielleicht mutigen, vielleicht dummen Schritt unternommen, ihr zu sagen, dass ich möglicherweise schwul bin. Daraufhin hat sie mir gesagt, dass sie bisexuell ist. In diesem Gespräch gab es Augenblicke, in denen sich die Grenzen von Männlichkeit und Weiblichkeit völlig aufgelöst haben und das hat mich geil gemacht, ich fand sie dann plötzlich doch begehrenswert, aber eben nur solange diese Vermischung angehalten hat.
Nach und nach habe ich mir klar gemacht, dass ich sie so sehr liebe, weil ich mich so vollkommen mit ihr identifiziert habe. Sie war einfach wunderschön und wie sie war war wunderschön. Ich habe mich vollkommen angenommen gefühlt, sie wollte mich, egal wie oder wer ich war. Aber ich konnte nicht, denn ich wollte sie nicht haben, ich wollte sie sein. Den Gedanken Sex mit ihr zu haben ohne dabei hart zu werden konnte ich nicht zulassen, ich habe mich einfach geschämt. Das ist mir erst hinterher klar geworden und ich arbeite immer noch daran, dieses schwierige Thema einzuordnen.
Ich möchte nochmal kurz hinzufügen, was meine Zweifel am Schwulsein befeuert. Ich lese hier im Forum und sonst im Internet alle möglichen Erfahrungsberichte, aber ich finde mich (was Vergangenheitsberichte angeht) kaum wieder, so gut wie nie. Da stehen immer wieder Sachen wie:
- "das erste Mal eine Brust anfassen war irgendwie komisch"
- "mit Frauen hat es nie richtig geklappt, musste meistens m.o.w. zum Sex überredet werden"
- "ich hätte es eigentlich schon immer wissen können"

Bei mir war es wirklich ganz anders. Ich hatte mit 27 einen ersten leisen Zweifel, als ich den Film "Coming Out" von Heiner Carow gesehen habe, der mich sehr berührt hat. Aber mit 27! Bis dahin hatte ich niemals auch nur den leisesten Zweifel, keine Sekunde. Und das, obwohl ich mich als politischer Aktivist ausführlich mit Homophobie, Heterosexismus, Feminismus usw. beschäftigt hatte.
Am meisten jedoch lässt mich zweifeln, dass ich, wenn ich die richtigen Frauen hatte, denen ich wirklich vertraute, ich unglaublich leidenschaftlichen Sex hatte. Also über Wochen 2, 3, 4 Mal am Tag und überall, es kaum erwarten können sich wieder zu sehen, sich im Hausflur die Klamotten runterreißen, usw.
Auch das Verführen und Flirten hat mir meist großen Spaß gemacht.

Ich glaube dass sich eine sexuelle Orientierung im Laufe des Lebens ändern kann. Ich glaube aber auch, dass sie sich nie 100% ändert. Man kann seine Vergangenheit ja nicht auslöschen.
Einerseits denke ich: es ist doch nicht möglich, dass ich solche Leidenschaft mit Frauen erlebt habe, wenn ich wirklich 100% schwul bin?
Andererseits ist klar: ich liebe Schwänze, ich will Schwänze lutschen, ich will von Schwänzen gefickt werden.
Und Drittens habe ich echt Angst, Bisexualität könnte eine Abwehrreaktion gegen exklusive Homosexualität sein. Die Augenblicke, in denen ich mich tatsächlich bisexuell fühle, sind Augenblicke größter Euphorie. Aber das ist ein sehr prekärer Zustand, der schnell in die eine oder andere Richtung kippen kann.

Es macht mir auch große Sorgen, dass sowohl viele heterosexuelle als auch viele homosexuelle Menschen Bisexualität nicht wirklich ernst nehmen.


Any Suggestions?
Herzlich Wilkommen Chris,
vielen Dank für deinen Beitrag und die Beschreibung deiner Gefühlswelt.

Ich selbst, bezeichne mich, auch nach einer Ehe mit einer Frau (19,5 Jahre) als schwul.
Was war ich vorher?
Hatte vom Schwulsein absolut keine Ahnung. Ich merkte zwar schon das da etwas in mir ist, was erforscht werden wollte. Dennoch, mit Schwul sein hatte das damals nichts zu tun. So glaubte ich.
Auch das Sexuelle war aus damaliger Sicht aufregend und im Grunde in Ordnung. Hatte auch nur die eine Frau und somit keine weiteren Vergleichsmöglichkeiten. Zum Schluss der Ehe halt nicht mehr. Und nach der Ehe, da habe ich meine schwule Seite erforscht. Wie ein Teenager, naiv ,neugierig, und teilweise abwartend, und was da so alles noch so kommen mag.
Ich durfte meine Sexualität ganz neu lernen. Vieles was in meinem Kopf an Wünschen aufkam, funktionte mal , mal aber auch nicht. Es fühlte sich im tatsächlichen Akt halt anders an, als im Kopf vorher.
Praktiken, die vorher abstoßend waren, waren auf einmal echt cool. Und anders rum.
Und letztendlich kam es auch auf den jeweiligen Sexpartner an.

Und wenn ich deinen Beitrag lese, bis du ja noch mehr als "nur bi". Da ist so viel , was du bist. Das passt nicht in irgendwelche Schubladen. Aber genau, das bist Du. Versuche dir keinen Kopf zu machen, und lebe dein Ding. Suche dir Partner die dieses mit dir so teilen können.
Lass dich von den "Nur Schwulen" oder "Nur Heten" nicht verunsichern, die können halt aus Ihrer Natur nicht so denken und fühlen wie Du.
Vieleicht taucht hier im Forum noch jemand auf, der deine Gefühlswelt nicht nur versteht, sondern im Grunde auch ähnlich tickt und fühlt. Denn der kann dich dann am Besten verstehen.

Ich wünsche Dir die passende Geduld auf deinem Weg der Findung.

LG Maks
Hallo Chris,
danke, dass du andere an deiner Geschichte teilhaben lässt. Du hast in den letzten Jahren einiges durchlebt und feste Kategorien verlassen. Nun suchst du neue Kategorien, aber so einfach ist es nicht, wie Maks schon geschrieben hat. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Dazwischen sind noch viele andere Farbtöne. Dein Wunsch nach Klarheit ist nachvollziehbar, doch ein selbstgesetzter Zeitdruck wird es dir schwerer machen.
In vielen anderen Geschichten hier im Forum kannst du sehen, dass jeder beim CO seine Zweifel und Fragen hatte. Bei jedem ist es anders – und doch gibt es viele Ähnlichkeiten: Lass dir Zeit, die Welt zu entdecken, ob mit Frauen oder Männern – oder beiden. Und lass hier gern von dir hören, wie du deinen Weg weitergegangen bist.
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